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Performance Max Kampagne für Onlineshops: was du 2026 steuern kannst und was nicht

Eine Performance Max Kampagne, kurz PMax Kampagne, ist ein Kampagnentyp in Google Ads, der aus einem Budget Anzeigen in Suche, Shopping, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps ausspielt. Für Shops läuft sie auf dem Produktfeed aus dem Merchant Center. Und sie ist längst nicht mehr die Blackbox, als die sie 2022 gestartet ist.

André Schreiber

André Schreiber

Veröffentlicht am 19.07.2026, überarbeitet am 15.10.2026

11 Minuten Lesezeit

Viele Shopbetreiber haben Performance Max aufgegeben, weil sie nicht sahen, wofür das Geld ausgegeben wurde. Seit Ende 2024 hat Google eine ganze Reihe von Berichten und Stellschrauben nachgereicht. Wer sie kennt, steuert heute mehr, als der Ruf der Kampagne vermuten lässt.

Viele Anleitungen und sogar die KI-Antworten von Google nennen noch alte Grenzen. Hier steht jede Neuerung mit Datum und Quelle, dazu die Frage, wann Standard-Shopping für deinen Shop die bessere Wahl ist.

Was ist eine Performance Max Kampagne?

Eine Performance Max Kampagne ist ein zielbasierter Kampagnentyp, der mit einem Budget auf allen Werbeflächen von Google ausspielt. Du gibst ein Ziel vor, im Shop meist einen Ziel-ROAS, also den gewünschten Umsatz je Werbe-Euro. Smart Bidding entscheidet dann je Auktion, wo und wie viel geboten wird.

Für Onlineshops ersetzt PMax seit 2022 die frühere Smart-Shopping-Kampagne. Grundlage sind die Produktdaten aus dem Merchant Center, dazu Bilder, Texte und Videos in sogenannten Asset-Gruppen. Fehlen eigene Bilder und Videos, kann PMax auch nur mit dem Feed laufen.

Was steuerst du in PMax selbst, und was nicht?

Du steuerst Feed, Asset-Gruppen, Suchthemen, Ausschlüsse, Ziel und Zielgruppen. Das Budget pro Kanal steuerst du nicht. Google schreibt in der Hilfe zum Kanalbericht ausdrücklich, dass sich die Ausgaben je Kanal nicht direkt festlegen lassen.

  • Feed: welche Produkte mit welchen Titeln, Bildern und Labels laufen
  • Asset-Gruppen: bis zu 100 je Kampagne, je Gruppe bis zu 50 Suchthemen
  • Ausschlüsse: bis zu 10.000 ausschließende Keywords je Kampagne, Marken, URLs
  • Ziel: Ziel-ROAS oder Conversion-Wert, dazu der Neukundenmodus
  • Ausrichtung: Geräte und Altersgruppen ausschließen, seit August 2025 für alle

Oben im Kopf dieser Seite siehst du, wann welche Stellschraube dazukam.

Wie baust du den Produktfeed für Performance Max?

Mit Titeln, die das wichtigste Merkmal vorn haben, korrekten GTINs und Labels für Marge und Bestseller. Der Feed ist bei Shops die wichtigste Grundlage, weil PMax daraus Shopping-Anzeigen baut und die passenden Suchen findet.

  • Titel: erlaubt sind bis zu 150 Zeichen. Je nach Bildschirm sind höchstens 70 sichtbar. Produkttyp, Material, Größe und Farbe gehören nach vorn.
  • GTIN: Pflicht für jedes Produkt, dem der Hersteller eine GTIN zugewiesen hat. Fehlt sie, kann das Produkt abgelehnt werden oder weniger sichtbar sein.
  • Preis und Verfügbarkeit: genau wie im Shop, sonst sperrt das Merchant Center Artikel.
  • Benutzerdefinierte Labels: zum Beispiel Margenklasse und Bestseller. Damit teilst du später Asset-Gruppen sinnvoll auf.

Schieb den Regler und schau, was von zwei Titeln desselben Produkts sichtbar bleibt:

Wie wir Feeds in Shopware 6 und Shopify aufbauen, steht unter Shopware 6 mit sauberem Feed und Tracking.

Wie teilst du Asset-Gruppen in einem Shop auf?

Nach Marge oder Kategorie, sodass jede Gruppe eine klare Produktgruppe mit eigenem Ziel hat. Eine Kampagne kann bis zu 100 Asset-Gruppen haben. Jede Gruppe bekommt eigene Bilder, Texte und bis zu 50 Suchthemen, also Begriffe, die Google als Hinweis für passende Suchen nutzt.

Seit August 2025 sind 50 Suchthemen je Gruppe möglich, vorher waren es 25. Manche Hilfeseiten und KI-Antworten nennen noch die alte Zahl, prüf es im Zweifel im eigenen Konto. 

Hast du keine guten Bilder und Videos, ist eine Kampagne nur mit dem Feed eine ehrliche Variante. Sie spielt dann vor allem Produktanzeigen aus.

Wie schließt du Suchbegriffe und deine eigene Marke aus?

Mit bis zu 10.000 ausschließenden Keywords direkt in der Kampagne und mit einem Markenausschluss. Ausschließende Keywords auf Kampagnenebene gibt es seit Januar 2025, die Grenze von 10.000 seit März 2025, Listen seit August 2025. Sie wirken nur in Suche und Shopping, nicht auf YouTube, Display oder Gmail. 

Der Markenausschluss verhindert, dass PMax Budget für Suchen nach deinem Shopnamen ausgibt. Er wirkt auf Suche, Shopping und die Suche auf YouTube. Seit 2025 gibt es die Option, Shopping-Anzeigen trotzdem zuzulassen. Ohne eigene Marken-Suchkampagne stehen bei Markensuchen dann aber keine Textanzeigen mehr.

Wo siehst du, wohin das Budget in PMax fließt?

Im Bericht Kanalleistung unter Kampagnen, Statistiken und Berichte. Er zeigt seit Mitte 2025, wie sich Impressionen, Klicks, Conversions, Conversion-Wert und Kosten auf Suche, Display, YouTube, Discover, Maps, Gmail und die Suchnetzwerk-Partner verteilen. Daten gibt es ab dem 6. Juni 2025.

Dazu kommen der Suchbegriffbericht, der seit August 2025 für alle PMax-Kampagnen verfügbar ist, und die Asset-Berichte mit Impressionen, Klicks und Kosten je Bild oder Text. Im Suchbegriffbericht zeigt eine Spalte, ob eine Suche über ein Suchthema oder die automatische Ausrichtung kam.

Warum scheitert PMax so oft am Tracking?

Weil die Kampagne nur aus Käufen lernt, die mit ihrem Wert an Google gemeldet werden. Fehlt der Wert, ist er falsch oder kommt doppelt an, optimiert PMax auf ein falsches Bild.

Für Shopify-Shops hat sich dabei viel geändert. Zusätzliche Skripte in den Checkout-Einstellungen sind seit dem 28. August 2025 schreibgeschützt. Für Shops ohne Plus endete am 26. August 2026 die Frist für die neuen Seiten „Danke“ und „Bestellstatus“. Tracking läuft dort jetzt über Kundenereignisse, Pixel oder Apps. Mehr dazu unter Tracking im Shopify-Checkout.

Erst mit sauberen Daten hat ein Ziel-ROAS Sinn. Welcher Wert für dich der Mindestwert ist, rechnest du aus deiner Marge:

Performance Max oder Standard-Shopping: was passt zu deinem Shop?

Seit Oktober 2024 hat PMax keinen automatischen Vorrang mehr, es entscheidet der Anzeigenrang. Beide können also nebeneinander laufen und Auktionen gewinnen. Welcher Typ passt, hängt vor allem von Datenmenge und gewünschter Kontrolle ab.

Standard-ShoppingPerformance Max
Kanälenur Shoppingalle Google-Flächen
Geboteje Produktgruppe steuerbarSmart Bidding je Auktion
Daten nötigwenigregelmäßige Käufe mit Wert
Gut fürkleine Shops, Topseller, enge Margenbreite Sortimente, sauberes Tracking
EinblickvollständigKanal- und Suchbegriffbericht seit 2025

In vielen Shops läuft beides: Standard-Shopping für die Topseller mit eigenem Gebot und PMax für den Rest des Sortiments. Wie wir das für Shops aufsetzen, siehst du unter Google Shopping und Performance Max für deinen Shop.

Bist du bereit für Performance Max?

Wenn Daten, Feed und Kampagne diese Punkte erfüllen. Hak ab, was du schon hast:

Fazit: Keine Blackbox mehr, aber auch kein Selbstläufer.

Performance Max zeigt heute, wohin das Geld fließt, welche Suchen Klicks bringen und welche Assets wirken. Steuern musst du trotzdem selbst: über Feed, Ausschlüsse, Ziel und die wöchentliche Auswertung.

Wer das nicht leisten kann oder wenige Käufe im Monat hat, fährt mit Standard-Shopping oft besser und kann später umsteigen.

Sollen wir uns deine Kampagne ansehen?

Wir prüfen Feed, Tracking, Ausschlüsse und Kanalverteilung und sagen dir, was wir ändern würden. Das erste Gespräch ist kostenlos.

André Schreiber

Geschrieben von André Schreiber

Geprüfter Online Marketing Manager (ILS Hamburg) und Google Partner, zertifiziert für Search- und Shopping-Anzeigen. Betreut Google-Ads-Konten, Unternehmensprofile und Onlineshops von Betrieben im Kreis Unna und in ganz Deutschland.

Mehr über uns

Ein Kampagnentyp in Google Ads, der mit einem Budget und einem Ziel Anzeigen in Suche, Shopping, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps ausspielt. Für Shops nutzt er die Produktdaten aus dem Merchant Center.

Ja. Seit März 2025 nimmt jede Performance Max Kampagne bis zu 10.000 ausschließende Keywords, seit August 2025 auch als Listen. Sie wirken in Suche und Shopping, nicht auf YouTube, Display oder Gmail.

Leg einen Markenausschluss an und aktiviere die Option, Shopping-Anzeigen bei Suchen mit der ausgeschlossenen Marke zuzulassen. Für Textanzeigen bei Markensuchen brauchst du dann eine eigene Marken-Suchkampagne.

Nein, seit Oktober 2024 nicht mehr. Zielen beide auf dieselben Produkte, gewinnt die Kampagne mit dem höheren Anzeigenrang. Ein exakt passendes Keyword einer Suchkampagne hat dagegen Vorrang vor PMax.

Im Bericht Kanalleistung unter Kampagnen, Statistiken und Berichte. Er zeigt Kosten, Klicks und Conversions je Kanal, Daten gibt es ab dem 6. Juni 2025. Das Budget pro Kanal festlegen kannst du nicht.

Oft erst später. PMax braucht regelmäßige Käufe mit korrektem Wert, um zu lernen. Mit wenigen Käufen im Monat und engen Margen ist Standard-Shopping meist besser steuerbar.