AS Design-Werkstatt
Google Partner, Bergkamen

Shop-SEO

Shopware SEO: die Einstellungen in Shopware 6, die wirklich zählen

Shopware SEO heißt: die eingebauten SEO-Funktionen von Shopware 6 so einstellen, dass Google und KI-Suchen deine Kategorien und Produkte finden. Seit Mitte 2025 ist viel dazugekommen, was die meisten Anleitungen noch nicht kennen. Geprüft mit Shopware 6.7.15.1 und 6.6.10.29.

André Schreiber

André Schreiber

Veröffentlicht am 16.10.2026

15 Minuten Lesezeit

Shopware 6 bringt für die Suchmaschinenoptimierung fast alles selbst mit: SEO-URLs mit eigenen Vorlagen, Meta-Daten, eine Canonical-Lösung für Varianten, Sitemap, robots.txt, hreflang und strukturierte Daten. Seit Version 6.7.12 kommen sogar Dateien für KI-Agenten dazu.

Das Problem: Viele Ratgeber beschreiben noch den Stand von 2024. Sie raten zu einer robots.txt im Ordner public, die heute alle Einstellungen im Admin aushebelt, oder zu einem Canonical auf den Vaterartikel, den es in Shopware so nicht gibt. Hier steht jede Einstellung mit Versionsnummer und Quelle. Was bei Shops zuerst zählt, egal mit welchem System, steht im Überblick SEO für Onlineshops.

Welche SEO-Funktionen bringt Shopware 6 ohne Plugin mit?

Fast alle, die ein Shop braucht. SEO-URLs, Meta-Daten, Canonical für Varianten, Sitemap, robots.txt, Meta-Robots und hreflang sind ab Werk da. Welche Funktion du hast, hängt aber stark von der Version ab. In der 6.7-Reihe kam fast jeden Monat etwas dazu.

Stell im Versions-Check deine Version ein. Du siehst sofort, welche Funktionen dein Shop schon hat und welche erst mit einem Update kommen.

Die aktuelle Version findest du im Admin unten links oder unter Einstellungen, System. Shopware 6.6 bekommt noch Sicherheitsupdates, bis 6.8 erscheint. Die nächste große Version 6.8 ist für 2027 geplant, eine „Shopware 7“ ist nicht angekündigt.

Wie stellst du die SEO-URLs in Shopware 6 ein?

Unter Einstellungen, Shop, SEO, mit Vorlagen in der Sprache Twig. Die Vorlage gilt für alle Verkaufskanäle oder einzeln je Kanal. Der Standard für Produkte ist:

{{ product.translated.name }}/{{ product.productNumber }}

Für Kategorien baut Shopware den Pfad aus dem Kategoriebaum, für Landingpages nimmt es die eingetragene URL. Ein grüner Haken neben dem Feld zeigt, dass die Vorlage gültig ist.

  • Artikelnummer behalten: Sie macht jede Adresse eindeutig, auch bei Varianten und gleichen Namen.
  • Kleinschreibung: Mit |lower hinter dem Namen werden alle Adressen klein geschrieben.
  • Kategoriepfad mit Bedacht: Er ändert sich, sobald du eine Kategorie umbenennst. Dann muss die Weiterleitung greifen.
  • Weiterleitung anlassen: Die Option leitet alte Adressen per 301 auf die neue um.

Nach einer Änderung der Vorlage baust du den SEO-Index neu auf, mit dem Befehl php bin/console dal:refresh:index. Bei normalen Produktänderungen läuft das automatisch. Meldet der Admin „Es sind noch keine SEO-URLs vorhanden“, prüf zuerst, ob der Index gelaufen ist und ob das Produkt einem Verkaufskanal und einer Kategorie zugeordnet ist.

Oben im Kopf des Artikels kannst du eine Vorlage zusammenklicken und siehst die Adressen für ein Beispielprodukt mit sechs Varianten.

Wie pflegst du Meta-Titel und Meta-Beschreibung in Shopware?

Im Tab SEO beim Produkt, bei der Kategorie und bei der Landingpage. Leer gelassene Felder füllt Shopware mit dem Namen. Für die wichtigsten Kategorien und Bestseller lohnt sich ein eigener Titel.

  • Titel: Die Shopware-Doku nennt etwa 70 Zeichen als Richtwert. Google kennt keine feste Grenze und kürzt nach Breite. Das Wichtigste gehört nach vorn.
  • Beschreibung: 130 bis 160 Zeichen als Richtwert, mit einem Grund zum Klicken.
  • Keywords-Feld: leer lassen. Google nutzt Meta-Keywords nicht, und die Shopware-Doku zu Produkten sagt selbst, dass sie für das Ranking nicht gebraucht werden.
  • Open Graph: Seit 6.7.9 gibt es eigene Felder für Titel, Beschreibung und Bild beim Teilen in sozialen Netzwerken.

Wichtiger als Meta-Daten sind eigene Produkttexte. Wer die Beschreibung des Herstellers übernimmt, hat denselben Text wie viele andere Shops. Google zeigt dann meist nur einen davon. Ein eigener Absatz zu Einsatz, Pflege und Unterschieden zu ähnlichen Produkten reicht oft schon.

Wie vermeidest du Duplicate Content durch Varianten?

Mit der Option „Verwende dieselbe Canonical-URL für alle Varianten“ im Tab SEO des Produkts. Dort wählst du eine Variante, auf die alle anderen per Canonical zeigen. Diese Variante steht dann als einzige in der Sitemap.

Viele Anleitungen und sogar die KI-Übersicht von Google raten, den Canonical auf den Vaterartikel zu setzen. Das geht in Shopware 6 nicht. Der Vaterartikel ist keine eigene Seite, sondern leitet auf eine Variante weiter. So steht es im Standard-Template von Shopware.

  • Option aus: Jede Variante hat eine eigene Adresse und steht in der Sitemap. Sinnvoll, wenn Varianten eigene Suchanfragen haben, etwa eine Farbe, nach der gezielt gesucht wird.
  • Option an: Alle Varianten bündeln ihre Signale auf einer Adresse. Sinnvoll bei Größen oder kleinen Unterschieden.

Was passiert mit Filtern, Sortierung und Seite 2?

Filter und Sortierung laufen in Shopware über Parameter in der Adresse, und die sperrt die Standard-robots.txt mit Disallow: /*?. Google crawlt diese Seiten also nicht. Das ist gewollt und passt zu Googles Empfehlung für Filternavigation.

  • Kein zusätzliches noindex: Eine Seite, die per robots.txt gesperrt ist, liest Google nicht. Ein noindex darauf sieht Google also nie. Beides zusammen wirkt nicht.
  • Seite 2 und weiter: Seit 6.7.13 bekommt jede Seite einer Kategorie ihre eigene Canonical-URL, wie Google es empfiehlt. Weil die Seitenzahl als Parameter ?p=2 kommt, bleibt sie trotzdem gesperrt. Produkte weit hinten in großen Kategorien müssen deshalb über Unterkategorien, Sitemap und interne Links erreichbar sein.
  • Dünne Kategorien: Seit 6.7.2 kannst du Meta-Robots je Kategorie setzen, etwa noindex für eine leere Aktionskategorie.

Wie richtest du die robots.txt in Shopware ein, auch für KI-Crawler?

Seit 6.7.1 erzeugt Shopware die robots.txt selbst, einstellbar unter Einstellungen, Grundinformationen. Seit 6.7.5 kannst du dort eigene Gruppen für einzelne Bots anlegen. Der Standard sieht so aus:

User-agent: *
Allow: /
Disallow: /*?
Allow: /*referringSalesChannel=
Allow: /*theme/
Allow: /media/*?ts=
Allow: /thumbnail/*?ts=

Drei Fallen, die kaum eine Anleitung erwähnt:

  • Alte Datei im Ordner public: Wer früher der Anleitung gefolgt ist und eine robots.txt in public angelegt hat, liefert weiter diese Datei aus. Der Webserver gibt vorhandene Dateien direkt aus, die Einstellungen im Admin kommen nie an. Nach dem Update auf 6.7 prüfen und meist löschen.
  • Staging-Modus: Ist er an, steht in der robots.txt nur noch Disallow: /. Der ganze Shop ist gesperrt.
  • Bilder und Merchant Center: Die generierte Datei erlaubt Bilder ausdrücklich, seit 6.7.13 auch die Links aus dem Produktfeed und seit 6.7.15 die Vorschaubilder. Lehnt das Merchant Center Produkte ab, weil Seiten gesperrt sind, kann es an einer älteren Version oder einer alten Datei liegen.

Welche KI-Bots du zulassen solltest, steht im Ratgeber KI-Crawler per robots.txt steuern. Wenn das Merchant Center Produkte ablehnt, hilft unsere Seite zu Google Shopping für Shopware-Shops.

Wo findest du die Sitemap in Shopware 6, und was steht drin?

Unter deinedomain.de/sitemap.xml, aufgeteilt und komprimiert. Wie oft sie neu entsteht, stellst du unter Einstellungen, Sitemap ein: geplant als Aufgabe, live beim Arbeiten im Admin oder manuell mit php bin/console sitemap:generate.

  • Varianten: Ohne gemeinsame Canonical stehen alle Varianten drin, der Vaterartikel nicht. Mit gemeinsamer Canonical nur die gewählte Variante.
  • Nicht verfügbare Produkte fallen heraus, wenn der Abverkauf aktiv ist.
  • Link-Kategorien stehen nicht in der Sitemap.
  • Einreichen: in der Google Search Console unter Sitemaps, je Domain.

Welche strukturierten Daten liefert das Standard-Theme?

Bis heute Microdata im HTML. JSON-LD gibt es seit 6.7.9, aber nur, wenn der Schalter JSON_LD_DATA an ist, und der ist ab Werk aus. Mit 6.8 entfällt Microdata, dann ist JSON-LD Standard.

Mit eingeschaltetem JSON-LD gibt Shopware unter anderem diese Typen aus: WebSite, Organization mit Logo, BreadcrumbList, Product mit Bildern, Bewertungen, Lieferzeit, GTIN und Verkäufer, bei Varianten ProductGroup, dazu ItemList auf Kategorie- und Suchseiten.

  • Was fehlt: eine Rückgaberichtlinie. Google liest sie aus dem Markup oder aus den Angaben im Merchant Center und in der Search Console. Am einfachsten pflegst du sie dort. Ein Entwickler kann sie auch über einen Twig-Block im Theme ergänzen.
  • Sitelinks-Suchfeld: Die Release Notes zu 6.7.9 bewerben es noch. Google zeigt das Suchfeld seit November 2024 nicht mehr an. Schaden tut das Markup nicht.
  • Vorher testen: Den Schalter setzt dein Entwickler oder Hoster. Prüf das Ergebnis danach mit dem Test für Rich-Suchergebnisse.

Wie funktioniert hreflang bei mehreren Sprachen und Ländern?

Über einen Schalter im Verkaufskanal, aber nur zwischen den Domains desselben Verkaufskanals. Je Domain stellst du ein, ob Shopware den Sprachcode mit Land (de-AT) oder nur die Sprache (de) ausgibt. Eine Standard-Domain dient als Rückfall.

Wer Länder als getrennte Verkaufskanäle führt, bekommt im Standard kein hreflang zwischen ihnen. So steht es im Code von Shopware. Dann gibt es zwei Wege: die Länder als Domains in einem Kanal zusammenlegen oder eine Erweiterung nutzen.

Wie optimierst du Bilder in Shopware?

Mit Alt-Texten im Medium, sinnvollen Dateinamen und passenden Vorschaubildern. Alt-Text, Titel und Dateiname pflegst du unter Inhalte, Medien. Der Alt-Text hilft der Bildersuche und Menschen mit Screenreader, siehe auch unseren Ratgeber zur Barrierefreiheit im Onlineshop.

  • Vorschaubilder: Standard sind 400, 800 und 1920 Pixel. Neu erzeugen mit media:generate-thumbnails.
  • Erstes großes Bild: Seit 6.7.4 kannst du in Erlebniswelten eine hohe Ladepriorität setzen. Das Bild lädt dann sofort statt verzögert.

Was bremst die Ladezeit, und was muss der Hoster machen?

Meist Plugins, Skripte und große Bilder, seltener der Server. Miss eine Kategorie- und eine Produktseite mit PageSpeed Insights und schau, welche Dateien am längsten laden.

  • Plugins und Tracking: Jedes Plugin kann eigenes CSS und JavaScript mitbringen. Was nicht genutzt wird, gehört deaktiviert und entfernt.
  • HTTP-Cache: Shopware bringt einen eigenen Cache mit. Ein Reverse Proxy wie Varnish ist ab Werk aus. Ob er sich lohnt, ist eine Frage an deinen Hoster.

Server-Einstellungen gehören zum Hoster. Wir prüfen, ob Cache und Bilder im Shop greifen, und geben dem Hoster konkrete Hinweise.

Schaden Erlebniswelten dem Ranking?

Nein, solange Text als Text im HTML steht. Die Erlebniswelten von Shopware 6 sind ein Baukasten für Kategorie- und Landingpages. Drei Fallen kommen häufig vor:

  • Text im Bild: Was im Slider-Bild steht, liest Google nicht als Text.
  • Doppelte Blöcke: Blöcke, die nur auf dem Handy oder nur auf dem Desktop sichtbar sind, versteckt Shopware per CSS. Im HTML stehen beide. Zwei Fassungen desselben Textes liest Google also doppelt.
  • Fehlende Kategoriebeschreibung oder H1: Je nach Layout landet die Beschreibung nicht auf der Seite. Prüf im Quelltext, ob Überschrift und Text da sind.

Landingpages aus den Erlebniswelten bekommen eine eigene SEO-URL, eigene Meta-Daten und eigene Meta-Robots.

Wie wird dein Shopware-Shop in ChatGPT und KI-Antworten sichtbar?

Über dieselben Grundlagen wie bei Google, dazu ein paar neue Schalter. Seit 6.7.12 kann Shopware je Verkaufskanal die Dateien /llms.txt und /agents.md ausgeben, im Tab Agentic-Dateien. Sie sind ab Werk aus.

  • llms.txt einordnen: Google sagt, solche Dateien helfen in der Google-Suche weder, noch schaden sie. Ob andere KI-Dienste sie nutzen, ist nicht belegt. Einschalten kostet nichts, Wunder bringt es nicht.
  • Bots zulassen: Über die eigenen Gruppen in der robots.txt lässt du Such-Bots wie OAI-SearchBot zu und sperrst, wenn du willst, reine Trainings-Bots.
  • Inhalte: Eigene Produkttexte, klare Kategorietexte und strukturierte Daten sind der eigentliche Hebel.
  • Agentic Commerce: Shopware testet seit 6.7.10 einen eigenen Verkaufskanal für KI-Agenten. Er ist noch experimentell.

Wie du misst, ob ChatGPT deinen Shop nennt, steht im Ratgeber KI-Sichtbarkeit messen. Was wir dafür tun, steht unter KI-Sichtbarkeit für Onlineshops.

Brauchst du ein SEO-Plugin für Shopware 6?

Für die Grundlagen nicht. Alles in diesem Artikel geht ohne Plugin, ab der passenden Version. Ein Plugin kann sich lohnen, wenn du Meta-Daten für tausende Produkte auf einmal pflegen willst, viele Weiterleitungen verwaltest oder hreflang zwischen getrennten Verkaufskanälen brauchst.

Prüf vor jedem Kauf, ob deine Version die Funktion nicht schon hat. Viele Plugins wurden für ältere Versionen gebaut, und die robots.txt- oder llms.txt-Plugins sind seit 6.7 meist überflüssig.

Wie prüfst du deinen Shopware-Shop in 15 Minuten?

Mit diesen 15 Punkten. Hak ab, was bei dir schon stimmt:

Du willst das nicht selbst prüfen? Wir richten Shopware-6-Shops ein und entwickeln sie weiter, siehe Shopware-6-Shop einrichten und weiterentwickeln lassen.

Fazit: Shopware 6 kann SEO, wenn die Version stimmt.

Fast alles, wofür früher ein Plugin nötig war, steckt heute in Shopware 6.7: robots.txt im Admin, Meta-Robots, Canonical für Seite 2, JSON-LD und Dateien für KI-Agenten. Viele Shops nutzen davon nichts, weil eine alte Datei, ein falscher Canonical-Tipp oder ein fehlender Schalter im Weg steht.

Fang mit dem Versions-Check und der robots.txt an. Danach folgen Varianten, Meta-Daten der wichtigsten Kategorien und eigene Produkttexte.

Sollen wir uns deinen Shopware-Shop ansehen?

Wir prüfen Version, robots.txt, SEO-URLs, Varianten und strukturierte Daten und sagen dir, was zuerst dran ist. Ein Angebot gibt es nach dem Erstgespräch.

André Schreiber

Geschrieben von André Schreiber

Geprüfter Online Marketing Manager (ILS Hamburg) und Google Partner, zertifiziert für Search- und Shopping-Anzeigen. Betreut Google-Ads-Konten, Unternehmensprofile und Onlineshops von Betrieben im Kreis Unna und in ganz Deutschland.

Mehr über uns

Die SEO-URL-Vorlagen unter Einstellungen, Shop, SEO. Meta-Titel und Beschreibung im Tab SEO beim Produkt, bei der Kategorie und bei der Landingpage. robots.txt und Meta-Robots seit 6.7 unter Einstellungen, Grundinformationen.

Nach einer Änderung der Vorlage mit dem Befehl php bin/console dal:refresh:index. Bei normalen Produktänderungen baut Shopware die SEO-URLs automatisch neu.

Ja, seit Version 6.7.1 erzeugt Shopware sie selbst, seit 6.7.5 mit eigenen Gruppen für einzelne Bots. Liegt noch eine alte Datei im Ordner public, liefert der Server diese aus, und die Einstellungen im Admin greifen nicht.

Unter deinedomain.de/sitemap.xml. Sie entsteht geplant, live beim Arbeiten im Admin oder manuell mit php bin/console sitemap:generate.

Für die Grundlagen nicht. Ab Version 6.7 sind SEO-URLs, Meta-Daten, Varianten-Canonical, Sitemap, robots.txt, Meta-Robots, hreflang und JSON-LD eingebaut. Ein Plugin lohnt sich für Massenpflege oder hreflang zwischen getrennten Verkaufskanälen.

Ja, über einen Schalter im Verkaufskanal. hreflang entsteht aber nur zwischen den Domains desselben Verkaufskanals, nicht zwischen getrennten Kanälen.